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Delegieren, wenn man es selbst am schnellsten könnte
13. Oktober 20261 Min. LesezeitAhmet Akay
Mitarbeiter & Team

Delegieren, wenn man es selbst am schnellsten könnte

Eine Aufgabe erklären dauert zehn Minuten. Selbst erledigen dauert fünf. Die Rechnung scheint eindeutig — und genau deshalb bleibt Delegieren in vielen kleinen Betrieben aus, obwohl es langfristig die bessere Wahl wäre.

Der Denkfehler dabei

Die Zehn-Minuten-Erklärung zahlt sich erst beim zweiten oder dritten Mal aus — wenn die Aufgabe dann ohne erneute Erklärung läuft. Wer jedes Mal neu "schnell selbst macht", zahlt die fünf Minuten immer wieder, ohne dass sich je etwas summiert, bei dem sich die Erklärung gelohnt hätte.

Warum das besonders Inhabern passiert

Wer den Betrieb aufgebaut hat, kennt jede Aufgabe am besten — und genau das macht es schwer, loszulassen. Das Ergebnis: Der Inhaber bleibt Flaschenhals für Dinge, die längst jemand anderes übernehmen könnte, während die Aufgaben fehlen, für die wirklich nur er selbst zuständig ist.

Was dabei hilft

Nicht alles auf einmal abgeben. Aber bei jeder wiederkehrenden Aufgabe einmal bewusst fragen: Wenn ich das heute erkläre, lohnt sich das beim fünften Mal? Bei den meisten wiederkehrenden Dingen lautet die Antwort Ja — nur wird die Frage im Tagesgeschäft selten gestellt, weil "schnell selbst machen" immer die bequemere Antwort im Moment ist.

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